đź’© Darmsanierung

đź’© Darmsanierung


1   Darmsanierung – warum das?

▲ Der Darm – Zentralorgan  und Schnittstelle zwischen Umwelt, Nahrung und Blutkreislauf.

Viele chronische Krankheiten, so heisst es immer wieder, entstehen im Darm. Das ist zwar nicht ganz exakt, da die Mitochondriopathien, die solchen Erkrankungen zu Grunde liegen, in den meisten Fällen nicht (nur) im Darm entstehen, sondern körperweit, aber sehr wohl ist der Darm eine Art zentrale Verteilerstation des Krankheitsgeschehens, denn dort wirken die Auslöser von Mitochondriopathien besonders stark auf den Körper ein, und von dort verbreiten sich dann die Folgeprobleme.

1.1  Schnittstelle Darm

Der Darm ist die größte innere Kontaktfläche des Körpers zu Stoffen aus der Außenwelt. Zudem ist er die direkte Schnittstelle zum Blutkreislauf, und im darmassoziierten Immunsystem findet der überwiegende Teil aller Immunreaktionen statt. Und schließlich ist der Darm die letzte und größte Station zur Verstoffwechselung der zugeführten Nahrung.

MERKE 💡 Alles, was durch den Mund in den Körper hereinkommt, muss im Darm final verarbeitetet werden.

Im Normalfall wird der Nahrungsbrei, der vom Magen anverdaut wurde, hier weiter in seine Einzelteile aufgeschlossen, und dann entweder verwertet, d. h. in den Blutkreislauf eingeschleust – oder ausgeschieden. Oft kann der Darm den ankommenden Nahrungsbrei aber nicht korrekt weiterverarbeiten. Entweder weil der Magen in seiner Funktion eingeschränkt ist und deshalb nur unzureichend aufgeschlossene Bestandteile durchreicht. Oder weil die Darmschleimhaut selbst durch solche und andere Fremd- oder Giftstoffe in der Nahrung bereits stark verändert oder sogar beschädigt ist. Erste Effekte sind hier eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora (Dysbakterie), später folgen Entzündungen und eine Löchrigkeit bzw. Durchlässigkeit der Darmschleimhaut, das sogenannte leaky gut-Syndrom.

1.2  Vom Darm in den Blutkreislauf

Der leaky gut führt schließlich zu körperweiten Folgeproblemen. Die unverarbeiteten oder körperfremden Stoffe (Keime, Gifte, Unverträgliches) durchdringen die durchlässige Darmschleimhaut, gelangen in den Blutkreislauf, und verbreiten von dort aus die »frohe Entzündungsbotschaft« im ganzen Körper. Dies erklärt, warum es scheint, dass Krankheiten ihren Ursprung im Darm haben, die Symptome sich aber an ganz anderen Organen an weit entfernten Stellen im Körper zeigen.

MERKE 💡 Aufgrund seiner zentralen Funktionen im gesamten Körpergeschehen ist die Wiederherstellung eines gesunden, voll funktionsfähigen Darms eines der wesentlichen Ziele der ganzheitlichen Mitochondrien-Therapie.


2   Wann ist eine Darmsanierung sinnvoll?

Aufgrund der häufigen Beteiligung des Darms an chronischen Krankheiten sollte eine Darmsanierung generell als eine wesentliche Maßnahme im Konzept der Mitochondrien-Medizin betrachtet werden. Erfahrungsgemäß ist sie aber bei folgenden Krankheitsbildern ein unerlässlicher Teil der Therapie, weil dabei immer auch der Darm beteiligt ist (Reihenfolge alphabetisch):
⚡️  Allergien
⚡️  Alzheimer-Demenz (Morbus Alzheimer)
⚡️  Autismus-Spektrum-Krankheiten
⚡️  Colitis ulcerosa
⚡️  Crohn-Krankheit (Morbus Crohn)
⚡️  Intoleranzen
⚡️  Neurodermitis
⚡️  Psoriasis


3   Therapieziel: gesunder »Florastatus«

▲ Vergrößerte Darstellung von E. Coli, einem oft eher problematischen Bewohner unserer Darmflora.

Die menschliche Darmschleimhaut ist kein steriles Organ. Es ist besiedelt mit einem Ökosystem aus einem komplexen Mix aus Bakterien, Pilzen und anderen Organismen, der sogenannten Mikrobiota, oft auch als Darmflora bezeichnet. In einer gesunden Mikrobiota herrscht ein »Klima«, in dem diejenigen Bakterienstämme besser leben können, die den Darm in seiner Funktion unterstützen. Für die eher problematischen Stämme, welche toxische Stoffe produzieren, die den Körper belasten, ist eine solche Umgebung eher nicht so optimal, sie bleiben dadurch in ihrer Anzahl begrenzt. So bleibt das System in Balance.

Durch eine unausgewogene, ungesunde Ernährung, und durch die Aufnahme von Schadstoffen, kann das »Milieu« im Darm aber derart stark verändert werden, dass die guten Bakterienstämme nicht mehr so gut gedeihen und die schädlichen Bakterienstämme (und oft auch schädliche Pilze) sich stärker vermehren und so die Oberhand gewinnen. Es kommt zu einer gesundheitsschädlichen Dysbalance, einer Dysbakterie, in deren Fahrwasser sich die oben beschriebenen Folgen (Entzündungen, leaky gut) einstellen.

Die Darmsanierung zielt deshalb darauf ab, einen gesundheitsförderlichen »Florastatus« herzustellen – einerseits, indem ein günstiges Milieu (z. B. pH-Wert) für die Besiedlung mit gesundheitsförderlichen Stämmen geschaffen wird, und andererseits, indem die Zahl der Bakterien dieser Stämme erhöht wird (durch Einnahme entsprechender Präbiotika und Probiotika).


4   Therapiemaßnahmen

4.1  Schädliche Einflüsse ermitteln und weglassen

⛔  Gifte (Schwermetalle, Amalgam) → Aufheben von Enzymblockaden
⛔  Parasiten, Würmer
⛔  Pilzbefall (z. B. Hefepilze) → Aufheben von Enzymblockaden
⛔  unverträgliche Nahrungsmittel

4.2  Wiederaufbau einer gesunden Darmschleimhaut / Mikrobiota

✅  ausreichende Wasserzufuhr
✅  faserstoffreiche Kost
✅  Einnahme probiotischer Bakterienstämme → Milieuveränderung
✅  Einnahme spezieller Enzyme → Unterstützung der Verdauungsleistung
✅  Gabe von Alpha-Liponsäure → Entgiftung
✅  Gabe von Curcumin (Turmeric) → Reparatur, antientzündlich
✅  Gabe von L-Glutamin → Entgiftung, Immunabwehr, Reparatur, antientzündlich
✅  Gabe von Glutathion → Entgiftung
✅  Gabe von Mineralstoffe → Entgiftung
✅  Gabe von Spurenelementen → Entgiftung
✅  Gabe von Vitamin B5 → Reparatur, antientzündlich
✅  Gabe von Vitamin C → Schutz und Reparatur, antientzündlich
✅  Gabe von Zink


5   Weitere Informationen

📖  »Der Darm denkt mit« (K. D. Runow, 2011)
🔗  »Dysbakterie – Wenn Sie die falschen Bakterien füttern« (Zentrum der Gesundheit)*
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📄  »Der Darm und seine Bewohner […] « (Flyer Fa. biovis)
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📄  »Florastatus / q-PCR / Sequenzierung« (Fachinformation Fa. biovis)
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