🌳 Lebensgestaltung

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1   Ganzheitlicher Gruß von Aristoteles

Ich möchte diese Seite mit einem bekannten und, wie ich finde, hier sehr passenden Zitat einleiten:

🔖  »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.«
Aristoteles, griechischer Philosoph (384–322 v.Chr.)

â–Č Ja, die alten griechischen Philosophen, sie waren sehr weise!

Eine uralte, sehr weise Erkenntnis. ÜbertrĂ€gt man deren Bedeutung auf die Suche nach Wegen von Krankheit zu Gesundheit, bedeutet dies: Ein Mensch ist nicht nur eine Ansammlung von Einzelorganen mit bestimmten Funktionen. Jeder Mensch als ein Ganzes ist mehr. Er hat einen Körper, aber er hat auch ein eigenes Wesen/eine Persönlichkeit, einen Geist und eine Psyche/Seele. Und mit all seinen Sinnen, seinem Denken,  seinem FĂŒhlen, ist er als ein interaktives Individuum stĂ€ndig auf vielen Ebenen im Austausch mit seiner Umwelt.

Körperlich steht er auch ĂŒber die »GrenzflĂ€chen« Haut und SchleimhĂ€ute (Augen, Nase, Mund, Bronchien, Speiseröhre, Magen, Darm, weibl. Genitalien) mit seiner Umwelt auf intensive Weise in Verbindung. Mit seiner dortigen Mikrobenbesiedelung, der Mikrobiota, bildet er eine symbiotische Einheit. Man sagt deshalb auch, der Mensch sei ein »Gesamtlebewesen«, ein sogenannter Holobiont.

Diese Gedanken sollen deutlich machen: wer Gesundheit (wieder) herstellen möchte, wer heilen möchte (im Sinne von »heil machen«, »wieder ganz machen«), sollte auf alle Lebensbereiche schauen und versuchen, auf möglichst vielen Ebenen positiv auf den Mensch als ein Ganzes einzuwirken. Es hilft nichts, nur »an einer Schraube zu drehen« – und dann zu hoffen, dass man vollstĂ€ndig und dauerhaft gesundet, obwohl alles andere unverĂ€ndert bleibt. Und selbst wenn man eine Teilursache gefunden hat und dieser mit Erfolg entgegenwirken kann, so verschenkt man doch viel Gesundungspotenzial, weil man durch weitere Maßnahmen noch so viel mehr gewinnen kann.

MERKE 💡 Gesundheitliche »Heilung« im Sinne von »wieder ganz werden« kann man nur mit einer möglichst umfassenden VerĂ€nderung der eigenen Lebensbedingungen erreichen.


2   »Mitochondriengerechte« Lebensgestaltung

2.1  VielfĂ€ltige EinflĂŒsse aus allen Lebensbereichen

Gerade bei Mitochondriopathien als Ursachen von chronischen Erkrankungen bekommt dieses Grundprinzip eine immense Bedeutung. Denn wenn man sich anschaut, welche Ă€ußeren EinflĂŒsse Mitochondriopathien verursachen können, wird deutlich, dass diese sich ĂŒber alle Bereiche unseres Lebens erstrecken:
🌀  Arbeitsplatz: ĂŒbermĂ€ĂŸige körperliche Belastung, Schadstoffe, Disstress
🌀  ErnĂ€hrung: denaturierte, nĂ€hrstoffarme Lebensmittel, Genussmittelgifte, Drogen
🌀  familiĂ€re Situation: Belastungen durch Partnerschaft, Kinder, Eltern, Lebensplanung
🌀  hĂ€usliche Umgebung: Wohnsituation, Schadstoffe, LĂ€rm
🌀  Individuum: Krankheit (erblich o. erworben), Vergiftungen, Implantate, Tattoos
🌀  Lebensraum und Umwelt: soziales Umfeld, Luftschadstoffe, LĂ€rm
🌀  Gesellschaft: Leistungsorientierung, Optimierungswahn, Einfluss (sozialer) Medien

2.2  Der möglichst frĂŒhe Vogel

Mitochondriopathien sind entweder vererbt oder sie werden im Laufe des Lebens erworben. Sind sie vererbt, bestehen sie schon bei der Geburt. Werden sie erworben, sind sie immer Ausdruck eines Lebens unter ungĂŒnstigen oder schĂ€digenden Ă€ußeren EinflĂŒssen – und die SchĂ€digungen weiten sich immer weiter aus, je lĂ€nger sie unbehandelt bleiben. Daher ist es in allen FĂ€llen von Mitochondriopathie unbedingt geboten, die Weichen möglichst frĂŒh wieder in Richtung Gesundheit zu stellen.

🆘  Um die z. T. schwersten Stoffwechsel-Entgleisungen hinter den körperweiten Erkrankungen von Mitochondriopathien dauerhaft zu korrigieren, mĂŒssen Betroffene ihr ganzes Leben möglichst frĂŒhzeitig »mitochondriengerecht« gestalten. Und das lebenslang!

2.3  Was bedeutet es, »mitochondriengerecht« zu leben?

Das Leben »mitochondriengerecht« zu gestalten bedeutet, bei allen wichtigen Lebensentscheidungen das Ziel der »Zellgesundheit« im Blick zu haben. Therapie ist dann keine zeitlich begrenzte Maßnahme mehr, sondern ein Lebensalltag, der immer und als Ganzes therapeutisch wirksam ist.

2.4  Was sind »wichtige« Lebensentscheidungen?

Eine Lebensentscheidung ist dann »wichtig« (fĂŒr die Mitochondrien), wenn davon abhĂ€ngt, ob im individuellen Fall schĂ€dliche EinflĂŒsse auf den Körper einwirken oder nicht. Diese Entscheidungen sind z. T. sehr weitreichende, langfristige Weichenstellungen fĂŒr den eigenen Lebensentwurf! Zu solchen wichtigen Entscheidungen gehören z. B.:
⚖  naturfern/in der Stadt leben ↔ naturnah/auf dem Land leben
⚖  ohne Partner leben ↔ in einer Partnerschaft leben
⚖  Kinderwunsch* ↔ kein Kinderwunsch*
⚖  eine belastende Arbeit ausĂŒben ↔ eine wenig belastende Arbeit ausĂŒben
⚖  sich belastenden Stoffen/Giften aussetzen ↔ schadstoffarm leben
⚖  dauerhaft unter hohem Stress arbeiten ↔ eher stressfrei arbeiten
⚖  Freizeit risikoreich gestalten ↔ Freizeit risikoarm gestalten
⚖ Â ĂŒbermĂ€ĂŸig belastenden Sport betreiben ↔ sich körpergerecht, gemĂ€ĂŸigt bewegen
⚖  rauchen/»dampfen« ↔ nicht rauchen/»dampfen«
⚖  (viel) Alkohol trinken ↔ kaum/keinen Alkohol trinken
⚖  denaturierte, industriell hergestellte Nahrung essen ↔ naturbelassene Nahrung essen
⚖  viel Zucker essen ↔ wenig Zucker essen

*Bei Frauen, die eine Mitochondriopathie haben, ist die Entscheidung ĂŒber den Kinderwunsch auch deshalb eine wichtige, weil sie (evtl. vorhandene) eigene mitochondriale GenschĂ€den an das Kind weitervererben. Beide Elterteile sollten dies vor der Entscheidung wissen, und es sollte ihnen bewusst sein, dass spĂ€testens mit dem Beginn der Schwangerschaft sowohl die Mutter als auch das Kind »mitochondriengerecht« leben mĂŒssen.

🆘  SpĂ€testens mit Beginn einer Schwangerschaft ist eine »mitochondriengerechte« Lebensweise der Mutter geboten, weil sie damit prĂ€ventiv fĂŒr sich und das Kind handelt, und sich (evtl. vorhandene) mitochondriale SchĂ€digungen nicht ausweiten. Siehe hierzu auch die Seiten Allergien und Intoleranzen.

2.5  Umsetzung: prÀventiv und individuell

â–Č Entspannende Bewegung in der Natur ist immer gut fĂŒr die Mitochondrien!

Auch ganz allgemein ist natĂŒrlich ein Lebensstil der Gesundheit am zutrĂ€glichsten, der Krankheit gar nicht erst entstehen lĂ€sst, bei dem man sozusagen »prĂ€ventiv mitochondriengerecht« lebt. FĂŒr den Betroffenen bedeutet dies konkret, individuelle GefĂ€hrdungspotenziale  durch schĂ€digende EinflĂŒsse in seiner Lebenssituation zu erkennen, um dann bewusst und permanent mit den entsprechenden wichtigen Entscheidungen gegenzusteuern.

Will man sich eine solch grundsĂ€tzlich gesundheitsorientierte Einstellung zu eigen zu machen, bedeutet dies in der Regel auch, lieb gewonnene Gewohnheiten in Frage zu stellen, offen fĂŒr Neues zu sein und manches zu Ă€ndern. Denn ein »mitochondriengerechtes« Leben lĂ€uft auch bezĂŒglich vieler alltĂ€glicher Dinge völlig anders ab als das der meisten Mitmenschen. Dies bedeutet bedeutet oft auch, von der vermeintlichen Norm abzuweichen und (im positiven Sinn) recht »egoistisch« zu sein, und sich mit der eigenen, ganz anderen Lebensweise selbst wichtiger zu nehmen als Andere.

Betrifft dies nur die eigene Person, haben Betroffene das weitgehend selbst in der Hand. Sind aber z. B. Eltern aufgefordert, diese Entscheidungen fĂŒr ihr Kind zu treffen, oder sind betreute Personen zu therapieren, muss oft jede Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden gegen die EinflĂŒsse und Meinungen Dritter (Ärzte, Beratungsstellen, Betreuer etc.). Nicht selten gerĂ€t man als Verantwortlicher dabei in das Spannungsfeld zwischen therapeutisch wichtigen Maßnahmen und vermeintlicher Hypochondrie.

Das sollte Betroffene aber nicht davon abhalten, das hohe Ziel eines »mitochondriengerechten« Lebens fĂŒr sich oder die zu betreuende Person weiterzuverfolgen. Denn wer seine individuellen Gefahrenquellen erkannt hat und dauerhaft aus dem Weg gehen kann, und schließlich am eigenen Leib erfĂ€hrt, wie positiv sich die (hoffentlich richtigen) wichtigen Entscheidungen auf die eigene Gesundheit auswirken, dem offenbart sich die ganze Kraft des Konzeptes, »mitochondriengerecht« zu leben.


3   mitochondriengerecht = normal

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Das, was ich hier als »mitochondriengerecht leben« beschreibe, ist in vielen Punkten nichts anderes als das, was man lange Zeit und generell als ein »normales« oder »gesundes« Leben verstanden hat. Nur wird es hier – in unserer Jetztzeit mit z. T. extrem verĂ€nderten Lebensbedingungen in einer Art RĂŒckbesinnung, als »Geheimrezept« gegen die chronischen Erkrankungen eingesetzt, die diese Jetztzeit verursacht.

MERKE 💡 Im Grunde ist »mitochondriengerechtes« Leben eine simple und logische Konsequenz: Wenn ich weiß, dass die belastenden LebensumstĂ€nde unserer Zeit die Mitochondriopathien verursachen, kann ich diese vermeiden, indem ich versuche zu leben wie zu der Zeit, in der viele dieser Belastungen noch nicht da waren.

Es ist also eine RĂŒckbesinnung auf ein Leben, wie es vor gar nicht allzu langer Zeit »normal« war. Ein Leben, das fĂŒr den menschlichen Stoffwechsel weniger belastend war, weil es so ganz anders war. Ein Leben, in dem viele Menschen
✅  nicht per Kaiserschnitt geboren wurden
✅  möglichst lange gestillt wurden
✅  nicht mit industriell hergestellter Fremdmilch ernĂ€hrt wurden
✅  im frĂŒhen Kindesalter nur die nötigsten Impfungen bekamen
✅  als Babys nicht stĂ€ndig Kunststoffprodukte in den Mund nahmen
✅  in (halbwegs) intakten Familien mit zwei Elternteilen aufwuchsen 

✅  
 aber nicht stĂ€ndig von ĂŒberbesorgten Eltern beaufsichtigt und verplant wurden
✅  nur in ernsten FĂ€llen Antibiotika oder Schmerzmittel einnahmen
✅  sich ihr Essen tĂ€glich selbst aus frischen Zutaten zubereiteten
✅  nur selten industriell hergestellte Nahrung zu sich nahmen
✅  keine gewaltigen Zuckermengen verzehrten
✅  nicht tĂ€glich viele Stunden sitzend vor einem Bildschirm verbrachten
✅  sich regelmĂ€ĂŸig körperlich bewegten 

✅  
 aber sich nicht mit extremem Sport ĂŒberlasteten
✅  weniger Luftschadstoffen ausgesetzt waren
✅  ohne giftstoffbelastete Funktionskleidung den Winter ĂŒberlebten
✅  nicht stĂ€ndig per Mobiltelefon erreichbar waren
✅  nicht in stĂ€ndiger AbhĂ€ngigkeit von sozialen Medien lebten
✅  viel arbeiteten, aber weniger unter Stress litten
✅  auf langfristig gesicherten ArbeitsplĂ€tzen arbeiteten
✅  eine Rente erwarten durften, von der sie leben konnten
✅  

und
✅  weniger Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt wurden
✅  Lebensmittel nicht gentechnisch verĂ€ndert wurden
✅  Nutztiere nicht mit Antibiotika vollgepumpt wurden
✅  es keine »Bio«-Lebensmittel geben musste, weil grundsĂ€tzlich alles »Bio« war
✅  Wasser in Glasflaschen abgefĂŒllt wurde
✅  Lebensmittel keine Reisen um die halbe Welt machten
✅  Popcorn nicht eimerweise verkauft wurde
✅  der Haushalt nicht mit Kunststoffprodukten vollgestopft war
✅  Nanopartikel noch nicht erfunden waren
✅  HĂ€user und Wohnungen ein gesundes Raumklima boten
✅  es in Wohnungen keine hochfrequente Mikrowellen-Strahlung gab
✅  Drogen nicht hip waren
✅  Medikamente vom Arzt verschrieben werden mussten
✅  MedikamentenrĂŒckstĂ€nde und hormonaktive Substanzen nicht im Trinkwasser nachgewiesen werden konnten
✅  industriell hergestellte Produkte weniger schadstoffbelastet waren
✅  Neuwagen und VerkaufsrĂ€ume nicht kĂŒnstlich beduftet wurden
✅  Geiz nicht geil, und Shopping kein Hobby war 

✅  


MERKE 💡 Diese Liste ist keinesfalls vollstĂ€ndig und kann sicherlich noch um eine Vielzahl weiterer Aspekte ergĂ€nzt werden.

Und sicherlich betrifft eine bestimmte VerĂ€nderung den einzelnen Menschen mehr oder weniger, und sie ist auch nicht unbedingt immer gleich gesundheits- oder gar lebensverĂ€ndernd. Aber wenn man sie zusammen betrachtet, ergibt sich (hoffentlich auch fĂŒr Sie) ein neues, umfassenderes Bild einer krassen VerĂ€nderung der uns prĂ€genden Lebensbedingungen in Umwelt und Gesellschaft (siehe hierzu auch wieder das Zitat von Aristoteles am Anfang dieser Seite).

Und je mehr und dauerhafter diese stark verĂ€nderten Lebensaspekte auf einen einzelnen Menschen zutreffen, umso wichtiger ist es, dass er sich um seine Mitochondriengesundheit kĂŒmmert.


4   Weitere Informationen

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