đŸ§˜đŸŒâ€â™€ïž StressbewĂ€ltigung

đŸ§˜đŸŒâ€â™€ïž StressbewĂ€ltigung


1   Der Einfluss von Stress bei Mitochondriopathie

1.1  Stress ist ein EnergierÀuber

â–Č Anhaltender negativer Stress kann dazu beitragen, eine bestehende Mitochondriopathie zu verschlimmern.

Selbst ein gesunder Körper verbraucht bei lĂ€ngerem Einwirken von negativem Stress sehr viel Energie. Der Körper versucht, die fĂŒr ihn als bedrohlich empfundene Situation mit einer »Flucht-oder-Kampf«-Reaktion zu verarbeiten, und der Stoffwechsel lĂ€uft auf Hochtouren (Cortisol und Insulin ausschĂŒtten, Durchblutung regulieren etc.)

Viele Menschen in unserer heutigen Leistungsgesellschaft durchleben ihren Alltag aber in einem dauerhaften Grundstress, der sich nur noch in der IntensitÀt verÀndert, aber kaum jemals wirklich ganz verschwindet. Viele Belastungen (v. a. im Arbeitsleben) sind fremdbestimmt, und somit vom Betroffenen nicht direkt beeinflussbar. Und nicht selten wird dieser »unvermeidbare« Stress auch noch durch die selbst bestimmte eigene Lebensgestaltung weiter gesteigert, z. B. durch:
âšĄïž  extremen Sport
âšĄïž  hohe AnsprĂŒche des Partners bzw. der Familie
âšĄïž Â ĂŒbermĂ€ĂŸig ausgefĂŒllte bzw. nicht mehr existente Freizeit usw.
Dann werden Belastungen kontinuierlich und lassen den Körper kaum mehr zur Ruhe kommen.

🆘  Menschen mit einer Mitochondriopathie haben zudem einen extrem verĂ€nderten Stoffwechsel. Die Energiereserven in den Zellen sind dadurch viel geringer, im Extremfall kaum noch vorhanden. So werden selbst alltĂ€gliche Aufgaben und Belastungen zur Qual, und in schweren FĂ€llen bricht der Energiehaushalt sogar völlig zusammen. Dies erleben insbesondere Menschen mit dem Krankheitsbild einer ME/CFS sehr deutlich.

Bei Menschen mit einer Mitochondriopathie stehen also fĂŒr die »ganz normale« Stressverarbeitung keine ausreichenden Reserven mehr bereit. Sie sind deshalb in einem sehr viel höheren Maße anfĂ€llig dafĂŒr, dass sich bei Stresseinwirkung ihre körperlichen Symptome verstĂ€rken, und sich das individuelle Beschwerdebild der Mitochondriopathie verschlimmert.

1.2  Stress stimuliert Zellstress

UrsĂ€chlich fĂŒr die Entstehung einer Mitochondriopathie ist auch die Tatsache, dass chronischer Disstress zu oxidativem Stress in den Zellen fĂŒhrt, und dadurch den unsĂ€glichen, sich selbst erhaltenden »‹NO/ONOO‱-Zyklus« in Gang bringt (vgl. die ▾ Seite zu oxidativem Stress). Daraus können schwelende EntzĂŒndungen entstehen, und bei anhaltender Stresseinwirkung werden diese EntzĂŒndungen dauerhaft aufrecht erhalten und bereiten weiteren chronischen Erkrankungen den Weg.


2   Therapeutische Maßnahmen

2.1  Vermeidung statt BewÀltigung

Negativer Stress entsteht in der Regel durch lang einwirkende, ungesunde Entwicklungen in wesentlichen Bereichen des tĂ€glichen Lebens (Arbeitsleben, familiĂ€re Situation). Programme zur BewĂ€ltigung von Stress oder Maßnahmen (nur) zur Entspannung sind daher keine ursĂ€chlich wirksamen Maßnahmen zur Lösung des Problems. Solche Maßnahmen können allenfalls lindernd wirken, heilsam sind sie allesamt nicht. Denn sie verĂ€ndern nichts an den auslösenden Ursachen. Und dennoch: innerhalb einer ganzheitlichen Therapie sind sie ein hilfreicher Baustein (▾ siehe Abschnitt 2.3).

WICHTIG ❗ Um Ursachen fĂŒr negativen Stress abzustellen, bedarf es keiner StressbewĂ€ltigung, sondern einer strategischen Stressvermeidung durch grĂ¶ĂŸere VerĂ€nderungen der eigenen LebensumstĂ€nde.

Das gilt insbesondere fĂŒr Menschen, die an einer Mitochondriopathie leiden. Bei ihnen sind immer grundlegende, lang einwirkende Ă€ußere EinflĂŒsse schĂ€digend wirksam gewesen, bevor die Erkrankung offenbar wird. Auch Stress ist hierfĂŒr eine hĂ€ufige Ursache.

WICHTIG ❗ Daher sollte eine »mitochondriengerechte« Gestaltung des Alltags in möglichst vielen/allen Bereichen das oberste Ziel sein. (▾ siehe hierzu auch die Seite Lebensgestaltung).

2.2  Erst managen, dann vermeiden

â–Č Zeitmanagement ist ein wesentlicher Teil von Stressmanagement

Wie erwĂ€hnt, ist bei dauerhaftem Stress und evtl. bestehender Mitochondriopathie die Stressvermeidung oberstes Ziel. Da solche VerĂ€nderungen aber in aller Regel Prozesse sind, die viel Zeit benötigen, und manchmal sogar ĂŒberhaupt nicht durchfĂŒhrbar sind, kann evtl. zunĂ€chst das Erlernen eines gezielten, strategischen Stressmanagements das gebotene erste Zwischenziel sein.

2.3  Entspannungstechniken

â–Č Ab in die Natur! Die Palette der natĂŒrlichen GrĂŒntöne kann ausgesprochen entspannend sein.

Und wenn Sie sich auf ihrem Weg hin zu den notwendigen tief greifenden VerĂ€nderungen mit entspannenden Maßnahmen unterstĂŒtzen möchten, oder Ihre Mitochondrien entlasten und dadurch Ihren Stoffwechsel positiv beeinflussen möchten, dann sind die nachfolgend genannten Verfahren und Maßnahmen allesamt ein Ausprobieren wert – nicht nur weil sie sehr sanft und »mitochondrien schonend« sind, sondern auch weil sie dazu beitragen können, die Stressempfindung bzw. die Stressantwort positiv zu beeinflussen (Reihenfolge alphabetisch):
✅  Naturbegegnung (ab ins GrĂŒne!)
✅  Feldenkrais-Methode
✅  körperliche Bewegung unterhalb der individuellen anaeroben Schwelle
✅   meditativ orientierte Formen von Yoga
✅   Meditationstechniken
✅   mentale Selbstbeeinflussung
✅  progressive Muskelentspannung
✅  soziale Kontakte knĂŒpfen

Welche Techniken Ihnen tatsÀchlich Entspannung verschaffen, das ist eine sehr individuelle Sache. Probieren Sie aus, welcher Ansatz Ihnen persönlich zusagt. Jeder Versuch kann hilfreich sein!


3   Weitere Informationen

🔗 »Gesunde StressbewĂ€ltigung mit [
] wertvollen Tipps« (autoimmunportal.de)
📄  »Chronischer Stress und seine Folgen« (Info-BroschĂŒre Fa. biovis)*
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