🌬 Asthma bronchiale

🌬 Asthma bronchiale


1   Viele Namen für eine einzige Erkrankung

▲ Bei »Asthma« handelt es sich, unabhängig von der jeweils verwendeten Bezeichnung, immer um eine chronische Entzündung der Atemwege.

Bei Asthma bronchiale leiden Betroffene an einer chronischen Entzündung der Atemwege mit dauernder oder anfallsartiger Verengung der Bronchien und Atemnot. Durch seine spezifischen Symptome ist das Krankheitsbild recht eindeutig zu bestimmen. Dennoch gibt es in der traditionellen Medizin einen ganzen Strauß unterschiedlicher Namen dafür:
🗣  Asthma
🗣  Asthma bronchiale, Bronchialasthma
🗣  intrinsisches (nicht-allergisches) Asthma
🗣  extrinsisches (allergisches) Asthma
🗣  Belastungsasthma, Anstrengungsasthma
🗣  berufsbedingtes Asthma
🗣  »Mischformen« …

Aber trotz der vielen Namen wird Asthma traditionell stets mit den gleichen Therapieansätzen behandelt – und dies rein symptomatisch. Denn die vielen Namen unterscheiden nicht etwa unterschiedliche Ursachen, sondern nur die verschiedenen Auslöser für Asthma. Oder, um es mit den Worten eines großen deutschen Fußballers zu sagen:

🔖  »Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.«
Franz Beckenbauer, ehem. Fußballspieler und Funktionär

Eine allen Asthma-Formen gemeinsame Ursache vermag die traditionelle Medizin aber trotz der gemeinsamen Therapieansätze nicht zu benennen. Nach den Erkenntnissen der Mitochondrien-Medizin ist diese aber sehr wohl vorhanden. Sie lässt sich in einem durch Mitochondriopathien veränderten Zellstoffwechsel finden.


2   Ursache Nitrostress

▲ Stickstoffmonoxid (chemische Formel)

Die Mitochondrien-Medizin sieht Asthma bronchiale als eine Ausprägung von sogenanntem nitrosativen Stress* in den Zellen. Dieser entsteht dadurch, dass die Anzahl freier Stickstoffmonoxid (•NO)-Moleküle in den Zellen erhöht ist. In normaler Konzentration erfüllt das •NO dort wichtige Stoffwechsel-Funktionen, in erhöhter Konzentration aber wirken die hochreaktiven Radikale wie ein Zellgift und behindern die normalen Funktionsabläufe. Die Folgen dieser Veränderungen können sich an unterschiedlichen Stellen im Körper und mit unterschiedlichen Symptomen zeigen – je nachdem in welchem Organ die Zellabläufe gestört sind. Durch ihre Eigenschaft als Schnittstelle zur Umwelt sind aber vor allem die Schleimhäute betroffen, insbesondere die Bronchialschleimhaut. Dort zeigen sich die Folgen dann als die bekannten Symptome von Asthma.
* Achtung! Dieser Link ist nicht frei von Werbung!


3   Traditionelle Therapie

Neben einer möglichst effektiven Patientenschulung zum richtigen Umgang mit der Erkrankung und der Vermeidung der individuellen Auslöser, setzt die traditionelle Therapie des Asthma bronchiale vor allem auf Medikamente mit pharmazeutischen Wirkstoffen. Diese zielen in erster Linie darauf ab, die verengten Bronchien zu erweitern, und/oder die bestehenden Entzündungen zu bekämpfen.

Die eingesetzten Medikamente verschaffen den Patienten recht schnell Erleichterung, und viele bleiben oft auch längerfristig beschwerdefrei. Sie wirken aber rein symptomatisch, und auch nur so lange wie sie angewendet werden.

WICHTIG ❗️ Dennoch sind bronchialerweiternde und entzündungslindernde Medikamente – insbesondere in der Notfallmedizin – für viele Asthmapatienten lebensrettend, und damit als Therapiesäule absolut unerlässlich!

▲ Typischer Inhalator mit bronchialerweiterndem Wirkstoff als traditionelles Mittel gegen Asthma bronchiale (Symbolbild)

Die genannten Wirkstoffe werden traditionell aber oft auch für die langfristige Basistherapie eingesetzt. Sie sind dafür aber nicht immer gut geeignet, denn bestimmte Wirkstoffgruppen haben Nebenwirkungen, welche die bei Asthma bronchiale vorliegende Grunderkrankung, die Mitochondriopathie, verschlimmern können.

Hierzu gehören z. B. Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Bronchodilatatoren. Sie greifen in den Mineralienhaushalt der Zellen ein und verursachen in der Folge Kalium- und Magnesiumverluste. Dies begünstigt in der Folge weitere negative Effekte, z. B. Herzrhythmusstörungen (vgl. Kuklinski, Mitochondrien, 2015).


4   Therapieansätze der mitochondrialen Medizin

Wie oben beschrieben, wird Asthma bronchiale in der mitochondrialen Medizin grundsätzlich als Folge von nitrosativem Stress begriffen und behandelt – unabhängig vom jeweiligen situativen Auslöser. Mit der Kenntnis um die fehlerhaften Stoffwechselabläufe und darauf abgestimmte Therapiemaßnahmen können asthmatische Beschwerden ursächlich, nachhaltig und langfristig therapiert werden. Folgende Gedanken können (u. a.) bei einer mitochondrialen Therapie leitend sein:

4.1  Prävention durch die werdende Mutter

Wie bei allen Mitochondriopathien werden genetisch bedingte Faktoren immer mütterlicherseits vererbt (über die DNA in der Eizelle der Mutter), (vgl. Kuklinski, Mitochondrien, 2015). Leidet die Mutter bereits an Asthma oder einer anderen Mitochondriopathie, ist das Risiko erhöht, dass auch das Kind diese Symptome ausbildet. Die Mutter kann und sollte daher dem Asthma schon in der Schwangerschaft und bei der Geburt des Kindes präventiv begegnen und generell alle guten Vorschläge beherzigen, die sich in der Mitochondrientherapie als günstig erwiesen haben, insbesondere solche gegen Nitro-Stress wie z. B.:
⛔  keine strikt fleischlose Ernährung (Mikronährstoff-Mängel mit weiteren Folgen)
⛔  Vermeiden der Aufnahme von hohen Nitrat- bzw. Nitritmengen (z. B. aus haltbaren Wurstwaren, Salaten im Winter)
⛔  Vermeiden der Aufnahme von Chlor (z. B. im Schwimmbad)

WICHTIG ❗️ Des Weiteren haben Studien gezeigt, dass das Risiko einer Mitochondriopathie in Form von Asthma stark vermindert werden kann, wenn die Geburt nicht per Kaiserschnitt stattfindet (vgl. Kuklinski, Mitochondrien, 2015)

4.2  Prävention in der immunprägenden Phase

Die immunprägende Phase umfasst ungefähr die Zeit der ersten zwei Jahre nach der Geburt. In diesem Zeitraum bildet das Kind sein Immunsystem aus. Die Ereignisse aus dieser Zeit prägen das spätere Verhalten des Immunsystems. Diese Phase des Lebens sollte möglichst natürlich ablaufen und das Kind mit möglichst wenig körperfremden Stoffen konfrontieren. Folgende Maßnahmen haben sich als förderlich erwiesen:
✅  möglichst lange Stillzeit!
⛔  keine Gabe industriell hergestellter Säuglingsanfangsnahrung / Formula-Nahrung!
⛔  keine Gabe von Paracetamol im ersten Lebensjahr
⛔  keine Gabe von Antibiotika in den ersten Lebensjahren
⛔  keine komplexen Mehrfachimpfungen im ersten Lebensjahr

4.3  Nitrostress vermeiden

Im weiteren Lauf des Lebens geht es darum, die Auslöser für Nitrostress* zu meiden bzw. auszuschalten. Bei vielen Betroffenen sind dies instabile Genickgelenke und Wirbelfehlstellungen an der Halswirbelsäule (vgl. Kuklinski, Das HWS-Trauma, 2006).
* Achtung! Dieser Link enthält Werbung!

▲ Sport ist nicht immer nur gesund …

Die Liste möglicher Ursachen für solche Problematiken ist lang, meistens sind es Folgen von plötzlichen Verletzungen und/oder dauerhaften Überlastungen, z. B. durch:
⚡  Schwere Geburtsvorgänge
⚡  Spiel- und Sportverletzungen (Reiten, Skifahren, Kampf- und Extremsportarten)
⚡  Autounfälle (Auffahrunfälle, Schleudertraumata)
⚡  Operationen unter Vollnarkose (Überstrecken des Kopfes)
⚡  dauerhafte Überlastungen in Beruf und Freizeit (Heben, Tragen, Zerren, Reißen, belastende Körperhaltungen)
⚡  Schläge, Stöße und Stürze im Haushalt …

✅  Am Anfang der mitochondrialen Therapie sollte deswegen bei Asthma bronchiale zunächst die sorgfältige und umfassende Anamnese und Diagnostik hinsichtlich solcher Ereignisse erfolgen. Danach werden die individuellen Therapieschritte bestimmt. Im Zentrum stehen dabei normalerweise Maßnahmen, die darauf abzielen, den nitrosativen Stress zu reduzieren, infolgedessen die entzündete Bronchialschleimhaut gesunden kann.

✅  Zusätzlich sind (auch) bei der Behandlung von Asthma bronchiale sanfte Formen von manueller Therapie hilfreich und zielführend, um die physikalischen Probleme zu lösen (z. B. Atlas-Therapien, Osteopathie, Dorn-Therapie).

WICHTIG ❗️ Oft sind die mitochondriopathischen Folgen der o. g. Verletzungen nicht unmittelbar sichtbar. Sie können aber über längere Zeit im Körper eine Kaskade von schweren Folgeschäden auslösen. Und weil es sich bei Mitochondriopathien immer um körperweite Fehlfunktionen handelt, kommt auch Asthma bronchiale in aller Regel nicht allein, und deshalb ist auch bei der Behandlung der ganzheitlichen Zusammenhänge entscheidend für eine dauerhaft erfolgreiche Therapie.

Der therapeutische Blick kann sich daher z. B. auch auf folgende MaĂźnahmen richten:
✅  Maßnahmen zur Entgiftung (Amalgam, Medikamente, …)
✅  Darmsanierung (v. a. wenn auch Allergien und/oder Unverträglichkeiten vorliegen)


5   Weiterführende Informationen

🔗  »Allergisches Asthma – Krankheit ohne Ausweg? NEIN!« (biomedizin-blog)*
            * Achtung! Dieses Linkziel enthält Werbung!